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Untertage im Ruhrgebiet 12







20. Im Tunnel der Hespertalbahn zwischen Velbert und Essen

Hier fuhren Grubenbahnen voller Erz durch - kaum noch vorstellbar.

 

28.12.2022 Essen-Heidhausen, Velbert-Hefel

Diesmal bin ich gut organisiert. Die Akkus von Kamera und grosser Lampe sind aufgeladen und die Gummistiefel ziehe ich am Bach vor dem Tunnelportal in Essen-Heidhausen an. Aber das Tor ist zu und ich kann nur noch durch den Sehschlitz gucken. Mit den Gummistiefeln gehe ich dann beim 1,5 km entfernten anderen Portal in Velbert-Hefel ein paar Schritte hinein. Viel ist da nicht zu machen, weil ich da in dem rotbraunen Schlamm einsinke. Dann gehe ich zum faszinierenden Stollenmundloch der Erzzeche Eduard 2, eine der Zechen, deren Erze einst mit der Hespertalbahn zur Phoenixhuette gefahren wurden.

 

Nur durch wenige Strassennamen informiert die Stadt Velbert zu den Erzzechen.
Von Velbert-Hefel gehe ich nach Essen.
An der Strasse Hespertal ist die Hespertalbahn ausgeschildert.
An mehreren Schildern "Bergschaedengebiet" weiss ich, dass ich in Essen bin.
Nur durch den Sehschlitz kann ich in den Tunnel gucken.
Das habe ich mir anders vorgestellt.
Ich wollte da eigentlich nochmal reingehen.
Schade, wieder ein Tunnel weniger, wo man reingehen kann.
Dabei bin ich heute gut vorbereitet dafuer.
Es ist nichts zu machen - das Tor geht nicht auf.
Unterhalb des Tunnels laeuft ein bisschen Wasser davon ab.
Auf der Strasse - ohne Fussweg - gehe ich zurueck in den Kreis Mettmann.
Etwa 1,5 km entfernt ist das andere Portal in Hefel.
Ich habe die Gummistiefel noch an.
Und die grosse Lampe funktioniert.
Ich gehe ein Stueck hinein in den Tunnel.
Es ist sehr eng und ich muss den Kopf einziehen.
Ausserdem versinke ich in dem rotbraunen Schlamm.
Aber ich habe den Tunnel ein Stueck "befahren".
Metallstangen ragen aus der Bruehe heraus.
Das scheinen tatsaechlich Gleisreste der Bahn zu sein.
Es ist eins der faszinierendsten Bergbaurelikte in Velbert.
Die Baumwurzeln druecken die Steine des Tunnels allmaehlich raus.
Durch meine Befahrung wurde das Wasser ganz trueb.
An der Abraumhalde vorbei gehe ich wieder in den Zechenweg.
Am Hesperbach suche ich das Stollenmundloch.
Hier ist es schon - Zeche Eduard II.
In anderen Staedten waere man stolz auf so ein tolles Bergbaurelikt.
Die Jahreszahl - 1830? - ist kaum noch entzifferbar.
Auf dem Neanderlandsteig gehe ich zurueck nach Velbert.
Ich komme vorbei am eh. Velbert Hbf - am PanoramaRadweg.
Gerade geht die Sonne unter.
Ich habe noch Zeit + kann die Schuhe wieder wechseln.

19. Im Stollen an der Hespertalbahn

Kurz nach meinem Besuch war Holger auch nochmal in dem Stollen.

 

24.12.2022 Ratingen, Essen-Werden, Essen-Fischlaken

Zuerst denke ich, wie bekloppt kann ich nur sein, als ich mich durch den engen Stolleneingang kaempfe, aber dann ist der erst nichtssagend wirkende (Luftschutz?-)stollen viel interessanter als erwartet. Es gibt ein verzweigtes Gaengesystem und ich darf mich nicht zu weit hineinwagen und keinesfalls die Orientierung verlieren. Das waere nicht gut mit nur einer kleinen Taschenlampe – die grosse Lampe verweigerte ihren Dienst und die Fotos sind also alle nur geblitzt.

 

Morgens um 6 habe ich die Stadt (hier Ratingen) fuer mich alleine.
Auch in E-Werden (Schleuse Neukirchen) ist das so.
Auch hier ist nur wenig beleuchtet.
Immerhin ist am Stauwehr etwas Licht.
Das Stollenmundloch ist wie eine Litfassaeule.
Einblick in den Stollen
Das Stauwehr ist jetzt fuer laengere Zeit das letzte gut ausgeleuchtete.
Auch von der Villa Huegel kommt nicht viel Licht.
Nach laengerem Fussweg erreiche ich Haus Scheppen.
Ich gehe zum Bahnhof Haus Scheppen.
Jetzt an der Hespertalbahn brauche ich eigenes Licht.
Diesmal wage ich es, mich da durchzuzwaengen.
Da die grosse Lampe nicht funktioniert, muss ich die Fotos blitzen.
Mit einer Infotafel habe ich hier nicht gerechnet.
Diese Kaesten sind also wegen der Fledermaeuse?
Es gibt eine Menge dieser Kaesten.
Das ist wie in einer Tropfsteinhoehle.
Ich wage mich tief hinein in den Stollen.
Hier ist aber zu Ende?
Hier (links) gehts weiter.
Spannend - an mehreren Stellen ist der Felsen aufgeschlossen.
Immer wieder teilt sich der Weg.
noch eine Abzweigung
Ich gehe besser wieder zurueck.
Sind das nicht Dachziegel?
Das ist der vergitterte Stolleneingang am See.
Jetzt nichts wie raus.
Am See daemmert es inzwischen.
Statt Regen gibt es doch ein bisschen Farbe am Himmel.
Zur Zeche Poertingsiepen gibt es hier viele interessante Grafiken.
In der Gastronomie am See ist schon Hochbetrieb.
Eins von 2 fast identischen Stollenmundloechern.
Auch hier kann man ein bisschen in den Stollen gucken.