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Bleibt jetzt auch das Dorf Luetzerath?







Diesmal macht das Dorf Keyenberg auch ohne Menschen einen freundlicheren Eindruck.

 

16.7.2022 Duesseldorf, Erkelenz-Keyenberg, Erkelenz-Luetzerath

Ab Erkelenz-Kueckhoven fehlt der Landstrasse ein Weg fuer Fussgaenger. Querfeldein verfehle ich so mein Ziel Luetzerath bzw. die noch nicht abgerissenen Haeuser von Immerath. Es ist aber ein angenehmer Fussweg durch bestellte Mais- und Kornfelder, wo bei dem warmen Sommerwetter gerade geerntet wird. Bagger vom Tagebau sehe ich schon seit Kueckhoven, aber ich komme nicht naeher an die heran als neulich. Von Sueden gehe ich diesmal nach Keyenberg, was weitgehend leersteht, wo aber diesmal deutliche Zeichen von Optimismus wegen der Rettung vor dem Abriss zu erkennen sind. Im eh. Dorf Borschemich treffe ich auf RWE-Werkschutz, kann einer Auseinandersetzung mit denen aber aus dem Weg gehen.

 

Die Regionalzuege werden auch heute wieder voll + haben meist Verspaetung.
Schon am Bahnhof Erkelenz sehe ich eine Spur auf das Dorf Luetzerath.
Geradeaus geht es nach Holzweiler + Alt-Immerath.
Fuer mich als Fussgaenger ist dieser Weg schon in Kueckhofen beendet.
Querfeldein ist es eh schoener.
Die Felder links + rechts sind alle bestellt.
Und am Horizont ist ein Bagger vom Tagebau Garzweiler 2 zu sehen.
Hier sind Haeuser auf Gebiet, was auch abgebaggert werden sollte.
Das ist ein eindrucksvoller Hof.
Es ist der Roitzer Hof.
Eine chice Villa mit chicem Garten
Nur aus der Ferne sehe ich das Dorf Holzweiler.
Auch die Kuh wird sich freuen, wenn ihr die Weide nicht weggebaggert wird.
Und auch der denkmalgeschuetzte Eggerather Hof scheint gerettet zu sein.
Hier gibt es sogar einen Wildpark mit Rehen + Hirschen.
Ein Stueck weiter stehen maechtige Windraeder.
Zoom auf das Werksgelaende von RWE
Davor ist das Getreide reif.
Zwischen den Baggern arbeitet ein Erntefahrzeug.
Das ist vielleicht 100 Meter bis zur Abbruchkante.
Vermutlich ist das rechts in dem Erntefahrzeug der Bauer aus Luetzerath.
Vielleicht haette ich die Aktivistin auf dem Rad nach dem Weg fragen sollen.
Luetzerath habe ich verpasst; jetzt bin ich wieder in Keyenberg.
Diesmal sehe ich Spuren von Leben.
Bushaltestelle, Muelltonne an der Strasse, Radfahrer
Aus suedlicher Richtung bin ich noch nicht in das Dorf gegangen.
Eigentlich sieht alles ganz normal aus.
Die wenigen Haeuser, die noch bewohnt sind, sind mit Blumen geschmueckt.
Aber z.B. das Lebensmittelgeschaeft steht leer.
Viele Haueser muessen unbedingt wieder bewohnt / restauriert werden.
Auch diese wunderbaren Haeuser stehen leer.
Es gibt doch noch ein Geschaeft in Keyenberg.
An 4 Tagen in der Woche hat es geoeffnet.
Treffpunkt mit Infos z.B. zur Mahnwache Luetzerath
Auch die altehrwuerdige Kirche ist wohl gerettet.
Auch wenn die Pfarrei Christkoenig die Glocken entfernte!
Vor diesem leerstehenden Haus bluehen immerhin Rosen.
das wunderbare Portal der geretteten Kirche
Barbara aus Keyenberg drueckt ihre Freude ueber die Rettung aus.
Ihre meisten Nachbarn hatten an RWE verkauft.
Das Hinweisschild nach Borschemich steht immer noch.
Aber Borschemich sieht jetzt so aus.
Vom Werkschutz lasse ich mich nicht abhalten, mir nochmal den Tagebau anzugucken.
Man kann hier bis zum Kraftwerk in Grevenbroich gucken.
Der linke Bagger arbeitet gerade, der rechte Bagger wird Immerath abbaggern.
rotes Wasser wie bei einem Steinkohlebergwerk
Distelbluete mit Hummel
Schacht Keyenberg
Der S-Bahnhof Bilk ist praktisch; hier faehrt die U 72 nach Ratingen.
Aus einer Karte von www.arne-mueseler.com - 5+6 sind (vermutlich) auch gerettet.