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Bergbau in Belgien 5







5.) Zeche Hasard Cheratte in Vise

Prunkstueck der Zeche Hasard Cheratte in Vise (B) ist der praechtige Malakowturm.

 

15.9.2018 Duesseldorf, Venlo (NL), Vise (B), Vise-Cheratte (B)

Zuerst bin ich enttaeuscht von der Zeche Hasard Cheratte. Denn es fehlen gegenueber den Eindruecken aus dem Internet 2 Foerdertuerme und das Zechengelaende ist jetzt mit unueberwindbarem Zaun umgeben. Sogar Stacheldraht sehe ich an einer Stelle. Aber es ist ja klar, dass der Eigentuemer diese wertvollen Bergbaurelikte vor leider oft genug vandalierenden Besuchern + vor allem die Besucher selber schuetzen muss und dass leider nicht alles erhalten werden konnte. Denkmalschutz kostet eben viel Geld. Dennoch ist es jammerschade um den Abriss jedes der bemerkenswerten Bergbaurelikte. Den Weg vom Bahnhof fand ich mit guter Recherche, aber Vise ist eine eigenartig langgestreckte Stadt, wo auf der linken Seite begrenzt durch eine bizarre Felsenlandschaft Autobahn, Bahnstrecke und die einfachen Strassen im Ort parallel zur Maas fuehren, so als ob man hier nur schnell auf dem Weg von Maastricht nach Luettich und umgekehrt durcheilt. Etwa 8 km bin ich so gegangen, hatte aber zum Glueck immer einen Randstreifen zum Gehen. Und zum Schluss bin ich doch begeistert von dieser wunderbaren Zeche mit dem markanten Malakowturm. 5 Loren sehe ich auf meinem Weg, 4 davon sind aus der Steinkohlefoerderung + die sind liebevoll mit Blumen geschmueckt. Mir ist hier zwar alles fremd, selbst die Sprache, denn hier ist ja franzoesischsprachiges Wallonien, aber die Probleme mit dem Altbergbau scheinen dieselben wie im Ruhrgebiet zu sein. Und wo ich mich an ein paar franzoesische Vokabeln erinnern kann, freut sich auch der Busfahrer. Stuendlich faehrt samstags Bus 140 zwischen Cheratte und Vise und ich bin erleichtert, dass ich damit zurueck zum Bahnhof Vise mitfahren kann.

 

Fuer so eine lange Fahrt muss ich frueh starten.
Im Bahnhof von Maastricht steht schon der Zug nach Belgien.
Schnurgerade verlaeuft Vise entlang Maas, Autobahn, Bahnlinie - links ist Felsen.
wundervolle alte Haeuser im Zentrum von Vise
Links von mir sieht der Felsen interessant aus.
Das koennte doch Bergbaurelikt sein? Stollenmundloch?
Ein Dorfzentrum. Vise besteht aus mehreren Doerfern zwischen Maastricht + Luettich.
Cafe Liegeois + Felsen
Erster Hinweis auf Cheratte - Die blauen Schilder sind hier keine Autobahnschilder.
Die verlassene Zementfabrik sieht schon interessant aus.
Am Ortseingang von Cheratte sehe ich die erste Lore.
Kurz dahinter ist Lore Nr.2.
Im Zentrum von Cheratte
Cheratte, Coal miners country
Ein Bild von der Zeche
Sehenswuerdigkeiten von Cheratte haben fast alle Bergbaubezug.
Hier ist Lore Nr.3.
Nach 8 km Fussweg habe ich mein Ziel erreicht.
Leider scheinen 2 Foerdertuerme abgerissen zu sein.
Und das Zechengelaende ist weitraeumig umzaeunt.
Verstaendlich, da eine Bergwerksruine Gefahren birgt.
Die bekannte Strassenueberfuehrung mit dem Schriftzug
Im Vergleich zu Bild 13 vermisse ich hier einen Foerderturm.
Hier soll sogar Stacheldraht den Zutritt verhindern.
Seit 40 Jahren ist die Zeche geschlossen.
Rechts von der Bruecke ist die Luecke, wo der Foerderturm war.
Auch die meisten Zechenwohnhaeuser stehen leer.
Das sind alles stilvolle Gebaeude.
In einigen Haeusern wohnen doch noch Menschen.
Dann will ich natuerlich nicht zu neugierig sein.
Schilder A Vendre (zu verkaufen) sind an manchen Haeusern.
Es waere schoen, wenn wenigstens der Rest erhalten bliebe.
Offenbar sorgen da eine Menge Vereine, Firmen... fuer.
Auf der anderen Strassenseite ist das hier.
Von dem Turm hoere ich Stimmen, deswegen betrete ich ihn nicht.
Aber auf die Kohlehalde kletter ich.
Denn von hier habe ich die beste Sicht auf den Malakowturm.
Das ist keine reine Kohle, vermutlich Bergematerial.
Trotz der vielen Abrisse ist das ein praechtiges Ensemble.
Infotafel Nr.1 an der Zechenmauer
hist. Fotos, Text Architecture
3 Schaechte (puits) gab es.
Infotafel Nr.2 behandelt die Multikulturalitaet der Bergarbeiter.
Auch dieser Foerderturm ist leider weg.
Der Malakowturm mit Nebengebaueden
Zahlreiche, oft martialisch wirkende Kriegerdenkmaeler gibt es in Vise.
Lore Nr.3 von der anderen Seite
Zechensiedlung am Hang
An der Bushaltestelle sehe ich ueberraschend noch Lore Nr.4.
Parallel zur Maas, der Autobahn + der Bahnstrecke gehts zurueck nach Vise.
Wieder vorbei an den bizarren Felsen
Am Bahnhof (la gare) Vise steht diese Lore.
Aus dem Steinkohlebergbau ist die aber nicht.
Das links auf der anderen Maasseite koennten aber Steinbrueche sein.
Im 1. Weltkrieg muessen hier boese Schlachten gewesen sein.
Samedi heisst hoffentlich Samstag. Dann kommt gleich mein Zug.
Hier steht Vise auch ohne Apostroph + das van der Velde-B.